Die richtige Werbekennzeichnung auf Instagram & Co.

Du möchtest dich rechtlich auf Instagram schützen und wissen, wie man Werbung richtig kennzeichnet?

Dann ist dieser Blog genau das richtige für DICH!

Wir erklären dir, ausführlich, wie richtige “Werbekennzeichnung” geht.  Und nun wünschen wir dir viel Freude beim Lesen und später in der Umsetzung!

Am 20.02.2021 wurde ein neues “Influencer Gesetzt” verabschiedet. Dieses Gesetzt schafft nun die nötige Rechtssicherheit für Werbekennzeichnung in den sozialen Netzwerken.

Du möchtest den Gesetzesentwurf lesen, dann folge dem Link ➡ : “Mehr Verbraucherschutz im Onlinehandel und bei Kaffeefahrten sowie mehr Rechtssicherheit für Influencer”.

1. Influencer Marketing wächst und wächst

Der Bereich Influencer-Marketing wird bis zum Jahre 2022 mit einem Wert von 15 Milliarden Dollar geschätzt.

Dass zeigt uns, wie groß der Markt “Empfehlungsmarketing” ist und dass der Bedarf auch die nächsten Jahre nicht weniger werden wird. Daher war es sehr wichtig vom Gesetzgeber, hier für Klarheit zu sorgen und alle Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Dieses neue Gesetzt kommt dem nun nach.

Bei den gesponserten Werbungen steht Instagram an erster Stelle. Gefolgt von Facebook mit 79%, YouTube mit 45% und mit Twitter mit 24%.

Ein Beitrag muss erst dann als Werbung deklariert werden: “wenn der/die Influencer eine Gegenleistung erhält”. Dieses gilt dann als Werbung.

Was muss ich bei der Werbekennzeichnung beachten!

Das neue Gesetz gibt nicht im Detail vor, wie und mit welchem Wortlaut die einzelnen Beiträge in Zukunft als Werbung kennzeichnen müssen, wichtig ist “Die Kennzeichnung”.

Influencerinnen und Influencer fügen gerne auf englisch das Wort “sponsored” oder “Ad” und auf Deutsch “gesponsert”, “Anzeige” oder “Werbung” ein.

  1. Im deutschsprachigen Raum müssen auf alle Fälle die deutschen Kennzeichnungen genommen werden. Diese sind: “Werbung” und/oder “Anzeige”.
  2. Sie müssen zudem gleich am Anfang stehen und für den Nutzer ersichtlich sein.
  3. Der Nutzer muss sofort verstehen/sehen, dass es sich hierbei um eine Anzeige,sprich Werbung handelt. 

Unten ein Beispiel von “bibisbeautypalace” wie sie ihre Werbung kennzeichnet.

Die Werbekennzeichnung ist hier ästhetisch gelöst und stört auch beim lesen nicht. Schaut, wie ihr optisch die Begriffe “Werbung und/oder Anzeige” gleich am Anfang in euren Beiträge einfügen könnt.

Hier einige Hashtags für eure Werbekennzeichnung:

  • #Werbung
  • #Werbungwegenmarkennennung
  • #werbungwegenmarkierung
  • #werbungdurchmarkierendemarke
  • #werbungunbezahlt
  • #anzeige
  • #anzeige wegenmarkierung
  • anzeigeweilmarkengenannt
  • anzeigewegenmarkennennung

Es reicht auch aus ➡  wenn ihr euren Beitrag gleich am Anfang mit einem #Hashtag als Werbung deklariert. Nimmt bitte immer die deutschsprachigen hierfür.

Wenn euer Sponsor mit einem Link erscheinen soll, könnt ihr dieses ganz geschickt “in einem Dankeschön” verpacken.

Wie kennzeichne ich die Werbung in den Stories?

Stories mit dem Begriff “Werbung” zu versehen ist doch etwas schwieriger und aufwendiger – als die Beiträge.

Hier können euch die GIF-Stickers wie “Sponsored”, “Anzeige” und “Werbung” zu Hilfe kommen. Das dieser Story-Beitrag eine Werbung erhält, muss auf alle Fälle ersichtlich sein. 

Wer ADS für seine Werbung aufsetzt, der hat weder in den Storys noch in den Beiträgen diesen Aufwand, weil diese gleich als “Gesponsert” gekennzeichnet sind.

Werbeanzeigen auf Instagram und Co. enthalten schon die Werbekennzeichnung und sind somit rechtskonform.

Wie kennzeichnet man Beiträge mit Affiliate Links?

Afilliat Marketing Links sind Produkte und Serviceleistungen, die über einen Drittanbieter wie Amazon etc. abgerechnet werden. Für jeden Verkauf erhalten dann die Influencer eine Provision, die dann monatlich ausbezahlt wird.

Auch Affiliate Links müssen gekennzeichnet werden.

Viele Influencer machen dies sehr geschickt und setzen neben dem Produkttext “zwei **”, um dann am Ende des Textes diese (**) zu erklären.

Beispiel:  ** Afilliant Links: über diesen generierten Link wird nach messbarem Erfolg eine Provision ausgezahlt. Gerne könnt ihr eure Produkte auch woanders kaufen, dies ist nur eine Alternative für euch.

Kontaktadresse: XXXXX (bitte unbedingt angeben)

Werbekennzeichnung

Je nach Branding und Unternehmen empfehlt es sich, die Menschen mit “DU oder Sie” anzusprechen. Die DU Form hat sich aber in den Sozialen Netzwerken einfach etabliert und schafft Nähe zu den Followern und Kunden.

Wer alle oben beschriebenen Informationen gerne von rechtlicher Seite anhören möchte, dem empfehlen wir das Video von der Rechtsanwältin Nicole Mutschke.

Ihre Informationen sind sehr gut und wurden erst Ende Mai veröffentlicht und somit aktuell.

Wichtig: Es liegt in eurer eigenen Verantwortung, euch immer wieder auf dem Laufenden zu halten und neue Gesetze in diesem Bereich zu beachten.

Ihren Blog hierzu, findest du hier: ➡ Influencer Marketing: „ad“ oder „sponsored by“ als Kennzeichnung für Werbung ausreichend?

Instagram Branded Content Tool

Instagram hat zudem ein ganz neues Tool eingeführt. Dieses nennt sich “Branded Content Tool”.

Mit dem Tool “Branded Content” können Influencer, ihre Kooperationsunternehmen auswählen und verlinken. So wird auf den ersten Blick sichtbar, dass es sich hierbei um eine bezahlte Partnerschaft handelt. Auch in den Instagram Stories kann dieser Tool genutzt werden.

Mit dieser Funktion, erscheint gleich unter eurem Instagram Namen, der Vermerk: “bezahlte Werbepartnerschaft mit…..” und eine weitere Kennzeichnung mit dem Vermerk “Werbung oder Anzeige” entfällt.

Leider steht diese Funktion noch nicht allen Usern zur Verfügung und noch bin ich nicht fündig geworden, ob diese Funktion rechtlich unbedingt erforderlich ist.

Unten für euch ein Konto, dem die Berechtigung für Branded Content fehlt!

Unter “Erweiterte Einstellungen” wo eigentlich die Funktion die Markierung für “Branded Content” enthalten sein müsste, ist diese leider nicht ersichtlich, wie unten im Beispiel zu sehen.

 

Hier ein Beispiel, wie unter “Erweiterte Einstellungen” eurer Konto aussehen würde, wenn ihr das Tool “Branded Content” benutzen dürft!.

 

Wer für “Branded Content” nicht berechtigt ist, der kann unter seinen “Einstellungen – Branded Content” – ganz einfach “Content Creator für Bezahlte Partnerschaft” manuell bestätigen.

So sieht dann der Hinweis von Instagram aus, die Markenpartner für den Label “bezahlte Partnerschaft” zu markieren.

Ihr seht, dass Instagram da noch einiges nachbessern muss.

Dieser Tool wird zukünftig vieles erleichtern, aber erst, wenn alle Kinderkrankheiten ausgebessert sind.

Da aber viele Länder (außer Europa) an solche Kennzeichnungen nicht gebunden sind, wird es noch einige Zeit dauern, bis dieser Tool vollständig ausgereift für die Werbekennzeichnung allen Usern zur Verfügung steht.

Last but not Least

  1. Werbung muss in Europa für den User gleich ersichtlich sein.
  2. Daher müssen die Werbekennzeichnungen “Werbung und Anzeige” gleich am Anfang des Beitrages stehen.
  3. Und sie müssen immer mit den deutschen Bezeichnungen gekennzeichnet werden
  4. Immer die deutschen “Werbe-Hashtags” bitte benutzen
  5. Wer die Berechtigung schon in seinem Konto für “Branded Content” hat, der kann gleich diese Funktion nutzen
  6. Ansonsten alle Schritte von 1-5 unbedingt einhalten

 

Du möchtest mehr zum Thema “Influencer Marketing erfahren? Dann lese dir doch folgenden Blog-Artikel ➡ “Influencer Marketing: 6 ultimative Tipps & Tricks” durch.

 

Weiterführende Links:Die Ultimativen Social Media Trends 2021

_____________________________________________________________________________________

Hat euch dieser Blog gefallen?

Findet ihr die Tipps hilfreich? Wenn ja, dann teilt doch diesen Beitrag mit euren Freunden, damit viele Menschen von diesen Informationen profitieren.

Wer uns ein Kommentar hinterlassen möchte, der sollte es jetzt tun 🙂 –  danke!

Gülay Frister (Instagram: @gulay.frister) arbeitet seit über 3 Jahren als Social Media Managerin für die Agentur 45Nord. Sie ist seit Ende 2020 weiterhin als wichtige und unerlässliche Stütze und Coach für die Agentur im Bereich Social Media tätig.

Hinterlassen Sie ein Kommentar